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”kurz nach-denken” über das Marionettentheater, das wir “Welt” nennen:


Letzthin war ich beim Hörtest und habe wieder einmal festgestellt, wie eingeschränkt das Gedankengebäude der modernen Medizin ist. Darum kann sie auch nicht wirklich heilen sondern nur an den Symptomen herumdoktern.

Wenn wir das Krankheitsgeschehen mit einem Marionettentheater vergleichen, so versucht die moderne Medizin das Zerspringen der Marionette am Ende von "Rumpelstilzchen" dadurch zu verhindern, dass sie die Marionette mit Klebeband umwickelt. Denn sie konzentriert sich in ihrem Weltbild auf die Puppe (den Körper) und lässt den Puppenspieler (Geist, Bewusstsein, die Macht der Glaubensmuster) außer Acht. Und das, obwohl sie selbst in wissenschaftlichen Blindstudien bewiesen hat, dass der Glaube des Patienten wirksamer ist als eine Operation oder ein Medikament. Sie nennt das Ganze abwertend Placebo-Effekt. Dabei haben vorgetäuschte Operationen und Milchzucker-Tabletten statt Chemie wissenschaftlich gesichert höhere Erfolgsraten gezeigt. Die konventionelle Medizin nennt deshalb so etwas Placebo-Effekt, weil in ihrem Weltbild die im wahrsten Sinne des Wortes entscheidende Komponente (der Geist, die Seele) fehlt.

Denn wenn man das Zerspringen der Puppe am Ende des Stückes nicht möchte, dann ist es einfacher und natürlicher, mit dem Puppenspieler oder Regisseur zu sprechen und statt "Rumpelstilzchen" einfach "Schneewittchen" spielen zu lassen. Dann braucht man nämlich keine primitiven Zwangsmaßnahmen an der Puppe vorzunehmen, die das eigentliche Geschehen (nämlich maßlosen Ärger) sowieso nicht verhindern werden. Es wird zwar nicht zu einem Zerspringen der Puppe kommen, aber den Verlauf der Handlung wird es nicht ändern. Und so kommt es, dass ich letzthin von einem älteren Menschen gehört habe, der 13 Tabletten pro Tag(!) in sich hinein stopft. Und unser 86jähriger Pfarrer hat Angst vor dem Sterben und trotz seiner maroden Körperhülle mit Hilfe der Chemie noch weitere Tage ab, obwohl der Aufenthalt darin seiner Seele immer weniger Qualität und Möglichkeiten zur Entfaltung bietet.

Da kann doch was nicht stimmen an unseren Glaubensmustern - weder in Richtung Medizin noch in Richtung des Geistigen! Es ist doch nicht natürlich, in der Anzahl der Tage des Verweilens in einer bestimmten Körperhülle einen Erfolg zu sehen, auch wenn es ein weit verbreitetes Glaubensmuster ist. Die Angst vor dem scheinbaren Tod ist nicht per se natürlich sondern lediglich die natürliche Folge unserer Glaubensmuster. Immer, wenn wir im Marionettentheater auf die Marionette starren und ihr Verhalten aus sich selbst heraus zu verstehen versuchen, werden wir scheitern. Sobald wir auf den Spielplan schauen, werden wir im wahrsten Sinne wissen, was hier gespielt wird. Und dann haben wir die Möglichkeit, nicht ein Drama sondern ein Happy End zu erleben auf der Körperbühne, indem wir einfach ein anderes Stück wählen. Es ist so einfach, dass keiner daran glaubt: Nicht herumdoktern an der Marionette (der Welt der Formen und Körper), sondern einfach ein anderes Stück wählen auf der Ebene des Geistes und der Glaubenssätze. Darum kann konventionelle Medizin und Politik und konventionelle Religion nichts retten. Sie setzen am falschen Hebel an. Das Bequeme daran (und darum sind diese Hebel so beliebt) ist, dass wir selbst dann nicht aktiv werden müssen bei uns selbst. Denn der Hebel des Geistes kann nur bei uns selbst ansetzen, niemals bei anderen.

Denn jeder von uns ist ein mächtiger Schöpfer mit einem freien Willen, an dem selbst Gott nicht vorbeikommt (und auch nicht vorbeikommen möchte). Aber vor dieser Erkenntnis haben wir Angst und darum ist sie für die meisten hier in Samsara keine gute Nachricht, obwohl sie das eigentlich wäre: Wir haben die Macht, alles hier selbst zu ändern! Dennoch bevorzugen wir das Drama und das Basteln an der Marionette statt einfach ein anderes Stück zu wählen und damit auf einfachste Weise die Handlung auf der (Welt- und Körper-)Bühne und das Verhalten der Marionetten zu ändern. Es ist doch so viel leichter, auf Politiker, Banker und sonstige Marionetten zu schimpfen, es besser zu wissen am Stammtisch und in den Medien, als selbst an sich aktiv zu werden und an lieb und bequem gewordenen Gewohnheiten etwas zu ändern. An essentielle, eigene Glaubensmuster heran zu gehen, sie zu erforschen und dann zu trainieren und umzulernen, um anderen Geistes zu werden.

Aber das sind nur Worte. Eure Glaubensmuster müsst ihr selbst ändern. Wollen und Wünschen ist nicht genug. Eure unbewussten Glaubensmuster sind der Regisseur eures Lebens. Mit denen müsst ihr euch unterhalten, wenn euch das Stück nicht gefällt, das da gespielt wird in eurem Leben. Wann wollt ihr da ran, oder: Wie viel Leiden darf es denn noch sein? Wie beim Metzger: Darf es auch ein bisschen mehr sein?

Was für ein gottloser Unfug. In dieser Welt steht der Wahnsinn auf dem Spielplan! Höre auf mit dem Unsinn. Wähle neu.

Es ist Deine Welt, die Du erlebst, nichts anderes. 7 Milliarden Menschen, 7 Milliarden Welten. Und darum musst Du auch nur Dich selbst retten, wenn Du die Welt retten willst. Die Aufgabe ist nicht zu groß. Probiere es aus, dann wirst Du dies merken und brauchst nicht mehr vor der scheinbaren Größe der Aufgabe zu kapitulieren. Das ist nur eine Ausrede der vielen, um nicht beginnen zu müssen - an sich selbst nämlich.


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