Newsletter
an-/abmelden

kurz nach-denken

HomeÜber michGleichnisseBuch-TippsHeil-QuellenWeg-WeiserGlücklich seinGegenargumenteDenk-AnstößeVorträgeDownloadLinksImpressum
 

<<vorige Seite nächste>>

Gleichnis 1:

Wie wirkt eigentlich Homöopathie, wenn doch - wie immer wieder richtig gesagt wird - in den besonders wirksamen Hochpotenzen durch die starke Verdünnung gar kein Molekül der Ursprungssubstanz mehr enthalten ist? Und warum tut sich derzeit die Naturwissenschaft mit dem Nachweis und der Erklärung der Wirksamkeit noch so schwer?

Man kann es vergleichen mit dem gesprochenen Wort. Jeder wird zustimmen, dass es eine deutlich unterschiedliche Wirkung haben wird, ob ich zu jemandem sage “Du bist blöd” oder “Ich liebe Dich”. In physikalischer Hinsicht gibt es aber kaum einen Unterschied, ich habe Schallwellen an jemand gesandt. Den eigentlichen Unterschied hat das gesprochene Wort gemacht. Denn hätte ich die selbe Information auf ein Blatt Papier geschrieben, hätte sie eine ähnliche Wirkung auf den Empfänger gehabt. Wir müssen also unterscheiden zwischen dem austauschbaren Informationsträger (den Schallwellen oder dem Blatt Papier) und der eigentlich wirksamen  Information. Genauso ist es mit der Homöopathie: Die Globuli (um die bekannteste homöopathische Darreichungsform herauszugreifen) sind in den Augen der Schulmedizin nur Milchzuckerkügelchen mit nichts sonst darin. Der eigentliche Wirkstoff (z.B. Arnica) ist ja so stark verdünnt, dass es dem weit verbreiteten Vergleich “ein Stück Würfelzucker auf den ganzen Bodensee” vielleicht entsprechen könnte.

Diese Sichtweise betrachtet aber nur den Informationsträger, weil die Naturwissenschaft nur Materie oder derzeit messbare Energiewellen als wirksam akzeptiert. Und in unserem Beispiel wird uns auf jeden Fall einleuchten, dass die Schallwellen oder das Papier alleine nicht in der Lage sind, die gleiche Wirkung hervorzurufen, insbesondere wenn ich beispielsweise im Versuch die Schallwellen modifiziere - zum Beispiel Geräusche statt Worte verwenden würde oder eine fremde Sprache. Dann wird der Effekt ausbleiben und somit wäre der “Beweis” der Unwirksamkeit erbracht. Nachdem aber trotzdem Menschen von Wirkungen berichten, wird es als “Placebo-Effekt” abgetan - man müsse also daran glauben, damit es wirkt. Dabei unterliegt diese Betrachtungsweise einem kleinen, aber entscheidenden Irrtum: Man hält die unwichtige physikalische Trägersubstanz (in der Medizin also die Moleküle einer Wirksubstanz) für das Entscheidende und hält das eigentlich Wirksame (den Informationsgehalt dieser Moleküle, oft bildlich als Schwingung bezeichnet) für nicht existent oder zumindest nicht relevant. Das Problem ist nämlich, dass die Informationsschwingungen mit konventionellen Methoden nicht messbar sind (mit anderen Methoden wie Radionik schon, nur wird diese Methode wiederum nicht anerkannt). Man kann auf die Information (im obigen Beispiel: die gesprochenen Worte) also nur über die beobachtete Reaktion (das Verhalten des Empfängers) zurück schließen, also rein empirisch (durch Ausprobieren und Beobachten in vielen Versuchen, wie es der Begründer der Homöopathie auch gemacht hat).  Reine Empirie wird aber wiederum als “unwissenschaftlich” abgelehnt. So sehen wir, wie die Regeln, die sich eine Sichtweise auferlegt, um wahr und falsch zu unterscheiden, selbst zum Fallstrick und zur Begrenzung werden und es unmöglich machen, alle Zusammenhänge eines Vorgangs zu erfassen. Was fehlt, ist die Frage nach dem Sinn. Solange die Frage “Warum” nur materiell gestellt wird, wird man auf der Materie-Ebene (Schallwellen) stehen bleiben und nicht nach dem “Warum” auf der Sinn-Ebene, also der materiell nicht greifbaren Informationsebene, suchen. Und was fehlt uns in der heutigen Zeit nicht dringender als der Sinn in allem Tun und Erleben?

Man könnte noch ein weiteres Bild bemühen, um die künstlich eingeschränkte (sprich: rein naturwissenschaftliche) Sichtweise der konventionellen Medizin zu verstehen. Um zu erklären, warum ein Auto verschieden schnell fährt, würde sie das Gaspedal und den Fuß des Fahrers als Ursache benennen, aber die nicht sicht- und messbare Absicht des Fahrers als eigentliche Ursache für die gewählte Geschwindigkeit beiseite lassen. Die naturwissenschaftliche Erklärung bleibt auf der weniger wichtigen Materie-Ebene stehen und blendet die letztendlich im wahrsten Sinne des Wortes entscheidende Ebene der Gedanken und Absichten aus.

Solange man die Informationsebene, sozusagen des Ätherische in der Welt, nicht in die Betrachtung mit einbezieht, bleibt es mühsam. Denn wir erzielen auf der Materie-Ebene nur dann Effekte, wenn die Konzentration des Physikalischen enorm hinauf gesetzt wird. Damit also in unserem Beispiel die Schallwellen alleine eine Wirkung beim Empfänger auslösen, müsste es schon ein tiefes Dröhnen aus großen Bassboxen sein oder die schrille Lautstärke einer Diskothek. Dann erst würde die Versuchsperson von unangenehmen Vibrationen im Bauch oder Schmerzen im Ohr berichten. Wir hätten also die allseits bekannten Nebenwirkungen (analog der konventionellen Medikamente).

Noch ein Grund, warum sich die derzeitige naturwissenschaftliche Sichtweise mit dem Anerkennen der Wirksamkeit von Homöopathie schwer tut: die Versuchsmethodik! Als “wissenschaftlicher Beweis” wird nämlich die Reproduzierbarkeit eines Ergebnisses in vielen Versuch gefordert. In unserem Beispiel dürfte aber klar sein, dass die Sätze “Du bist blöd” oder “Ich liebe Dich” durch mehrfache Wiederholung bei der selben Person ihre Wirkung eher verlieren, somit eben nicht reproduzierbare Ergebnisse liefern. Und es kommt - aus konventioneller Sicht - noch verwirrender: Geflüstert (also eine geringe Dosis des physikalischen Trägers) sind die Sätze vielleicht sogar wirksamer als gebrüllt (hohe Dosis des physikalischen Trägers). Bei unserem Wort-Beispiel leuchtet uns das gleich ein, was bei der Homöopathie auch mich am Anfang verwirrt hat, dass nämlich eine stärkere Verdünnung des Wirkstoffes (= höhere Potenz, z.B. C200) länger und durchdringender wirkt als eine geringe Verdünnung (= niedrige Potenz, z.B. D6), die vielleicht sogar noch Wirkstoffmoleküle enthält. Unser Beispiel kann es uns verständlich machen: Wenn mich jemand anbrüllt (und wenn es “Ich liebe Dich” wäre), macht mich das höchstwahrscheinlich aggressiv und ich möchte am liebsten zurückschlagen (bin also nur auf der Körperebene angesprochen, wie es bei den hohen Konzentrationen der Wirkstoffe in konventioneller Medizin und den niedrigen Homöopathie-Potenzen der Fall ist). Der selbe Satz zart ins Ohr geflüstert berührt mich dagegen vor allem auf der Gefühls-/Seelenebene (analog einer Hochpotenz in der Homöopathie). Die Naturwissenschaft hat mit dieser Beobachtung ein Problem, weil kein kausaler Zusammenhang hergestellt werden kann zwischen der physikalischen Ursache und ihrer Wirkung. Denn “hohe Dosis - geringe Wirkung” und “geringe Dosis - hohe Wirkung” widerspricht allen Gesetzen konventioneller Denkweise. Dabei liegt der Grund der Verwirrung nur in der einseitigen Betrachtungsweise. Alternative Fragestellungen und Sichtweisen würden gleich die fehlenden Erkenntnisse und Erklärungen bringen und damit näher an ein Verständnis der ganzen Wirklichkeit führen.

Diese anderen Sichtweisen waren im Lauf der Menschheitsgeschichte schon alle vorhanden, wurden in den letzten Hundert Jahren lediglich einer einseitig naturwissenschaftlichen Sichtweise geopfert, als “rückständig” gebrandmarkt und somit aus dem üblichen Denkschema ausradiert. Dass dies möglich war, verdankt die Naturwissenschaft einiger sehr eindrucksvoller, kurzfristiger Erfolge (z.B. die scheinbare Ausrottung von Epidemien und Seuchen), womit sie von uns selbst allmählich und unbewusst in den Rang einer Pseudoreligion erhoben wurde (z.B. “Götter in Weiß”) und wir ihr erlaubten, unser Denken ziemlich alleine zu beherrschen. Diesem Zweck haben wir sogar Lehrpläne in den Schulen untergeordnet. Die Begrenztheit dieser Sichtweise wird uns allerdings in der Zwischenzeit immer bewusster. Rüdiger Dahlke hatte dafür in einem seiner Seminare ein gutes Beispiel: den Hundertmeter-Lauf. Angenommen, wir würden seine Regeln nicht kennen und möchten als Forscher diesen Vorgang untersuchen. Dann würde der Naturwissenschaftler  nach dem verursachenden Prinzip auf der Materie-Ebene suchen (nach Aristoteles also der Causa efficiens). Er würde in der Zeit rückwärts nach der Ursache für den Lauf suchen und würde auf den Startschuss als Grund für den Hundertmeter-Lauf kommen. Damit hätte er schon recht, aber hat er mit dieser Frage nach dem “Warum” (in die Vergangenheit gerichtet und auf die materielle Ebene bezogen) auch das wahre Wesen des Laufs erfasst? Laufen die Sportler wirklich nur wegen des Startschusses?

Erst wenn wir die Geisteswissenschaften hinzuziehen, die auch in die Zukunft gerichtet suchen und “Warum” auf der Sinn-Ebene fragen, also nach den Regeln des Laufs forschen (der Schnellste gewinnt, alle laufen gleichzeitig los, das Ziel liegt 100m geradeaus = Causa formalis) sowie nach dem Sinn und Ziel der Veranstaltung (Medaillengewinn = Causa finalis), kommen wir einem Verständnis der ganzen Wirklichkeit schon viel näher. Wenn man gar noch die Betrachtung der Sachen hinzu nimmt, die man für den Lauf braucht (Schuhe, Laufbahn, Schiedsrichter etc. = Causa materialis), dann wird es für uns endgültig einfacher, diesen Vorgang zu verstehen und wir können ihn auch viel durchdringender erfassen und präziser beschreiben. Als Teilnehmer eines Hundertmeter-Laufs (analog: ein Menschenleben) ist es dann natürlich auch viel einfacher, daran teilzunehmen oder gar zu gewinnen, als wenn man lediglich den Startschuss als verursachendes Prinzip erkannt hätte. Die einseitige Betonung der Naturwissenschaften und weitgehende Vernachlässigung geisteswissenschaftlicher Betrachtungsweisen im täglichen Leben (z.B. die Archetypenlehre der Astrologie) hat uns in eine Sackgasse geführt, in der wir die Wirklichkeit nur noch sehr bruchstückhaft und einseitig wahrnehmen, was zu einem recht mühevollen Leben führt - interessanter Weise auch noch mit der Illusion, das Leben so gut wie noch nie in der Menschheitsgeschichte zu verstehen und im Griff zu haben. Wirklich eigenartig: Wir bilden uns auf unsere begrenzte Weltsicht auch noch etwas ein! Die Erfahrung und die Entwicklung der Dinge zeigt uns, dass wir uns irren. Der scheinbare Untergang wie auch die Rettung der Welt ist somit in unserem Denken (innen!) zu finden, nicht außen. Keiner braucht mit dem Finger auf andere zu deuten, jeder kann nur seine eigene innere Welt retten durch Um-denken. Das sollte er dann aber auch wirklich heute tun!


zurück zur Fragenliste